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Die am stärksten verschmutzten Orte der Erde

(Copyright: Blacksmith Institute)

(Copyright: Blacksmith Institute)

Am 5. November 2013 veröffentlichte die Umweltorganisation Green Cross Schweiz und das Blacksmith Institute, USA, eine Liste der zehn am stärksten verschmutzten Orte der Erde. Besonders betroffen sind Länder in Afrika und Asien.

Die Folgen von Umweltgiften wie Blei, Cadmium oder Sarin bedrohen Millionen von Menschenleben, ihre Folgen für die Bevölkerung sind ähnlich verheerend wie die Infektionskrankheiten Aids, Tuberkulose oder Malaria. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass inzwischen rund 20 Prozent der in Entwicklungsländer verzeichneten Todesfälle direkt durch Umweltgifte verursacht werden. Weltweit können außerdem ein Fünftel der  Krebserkrankungen auf Umweltgifte zurückgeführt werden. Unter den weltweit 200 Millionen Menschen, die unter akuter Umweltverschmutzung leiden, ist der Rate der Krebserkrankung noch deutlich höher. 

Die gefährlichsten Schadstoffe sind dabei Blei, Cadmium, Chrom, Öl, Pestizide, Phenole, Quecksilber, Sarin, Radionuklide und VOC. Sie werden durch Inhalation, mit der Nahrung oder über die Haut direkt aufgenommen und führen zu schweren körperlichen Schäden.

 

Die zehn Orte der Erde, an denen diese Gefährdung am höchsten ist, liegen in acht Ländern, schwerpunktmäßig in Afrika und Asien. An jedem sind Menschen den Umweltgiften direkt ausgesetzt.

2013 sind die am stärksten verschmutzten Orte: 

  • Matanza-Riachuelo, Argentina (VOC Flüchtige organische Verbindungen, insbesondere
  • Toluol)
  • Hazaribagh, Bangladesch (Chrom)
  • Agbogbloshie Dumpsite, Ghana (Blei, Cadmium, Quecksilber)
  • Citarum River, Indonesien (Chemikalien, darunter Blei, Cadmium, Chrom und Pestizide)
  • Kalimantan, Indonesien (Cadmium, Quecksilber)
  • Niger-River-Delta, Nigeria (Öl)
  • Dzershinsk, Russland (Chemikalien, darunter Sarin, Blei und Phenole sowie toxische
  • Nebenprodukte) •Norilsk, Russland (Schwermetalle)
  • Kabwe, Sambia (Blei)
  • Tschernobyl, Ukraine (Radionuklide)

Die Orte wurden primär nach ihrer Gefährlichkeit für den Menschen ausgewählt. Außerdem greift die Top-Ten-Liste derjenigen Orte wieder auf, die 2006 und 2007 als die am meisten verschmutzten geführt wurden und die keine wesentlichen Fortschritte bei der Umweltsanierung gemacht haben. (Dzershinsk, Norilsk in Russland und Tschernobyl, Ukraine). Die übrigen Orte wählten die Verantwortlichen unter Nutzung des „Toxic  Sites Identification Program“aus, einer vielschichtigen Kooperation von Blacksmith Institute, United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), Europäische Kommission, Asiatische, Entwicklungsbank, Weltbank.

Aufgrund der regionalen Unterschiede und Verschiedenartigkeit der Umweltverschmutzung ist ein Ranking nicht möglich und die Liste ist alphabetisch geordnet.

Der gesamte Umweltgiftreport 2013 kann unter www.greencross.ch heruntergeladen werden

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